|
Geboren in Bad Ems. Studium der Soziologie, Publizistik und Ethnologie (M. A., Dr. phil.). Lehraufträge ab 1976 an der Fachhochschule Dortmund und den Universitäten Osnabrück und Bielefeld, Medienarbeit in der Jugend- und Erwachsenenbildung. 1977 bis 1982 sozialwissenschaftliche Forschungstätigkeit u. a. für die Robert-Bosch-Stiftung und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) NRW. Thematische Schwerpunkte: Marginalisierung und Migration (Sozialhilfeempfänger, Alleinerziehende, Spätaussiedler u. a.) Seit 1983 Autor und Regisseur von Dokumentarfilmen und Fernsehberichten. 1987 bis 1993 im Vorstand der Filmwerkstatt Münster e. V. . Durchführung von internationalen Workshops, Filmreihen und Filmproduktionen. 1989 bis 1992 im Vorstand des Filmbüro Nordrhein-Westfalen e. V. . 1991 bis 1995 Dokumentarfilmwerkstatt an der "Escuela Internacional de Cine y TV" in San Antonio de los Banos, Kuba. 1991 bis 1996 Leiter von Ausbildungsprogrammen für den Aufbau des palästinensischen Radio- und Fernsehwesens in Jerusalem und Ramallah (im Auftrag von EU und BMZ). Mitgründung des ersten offziellen Radiosenders "Voice of Palestine". Seit 1997 gemeinsam mit Monika Nolte Autoren- und Produktionsgemeinschaft. Seit 2007 im Vorstand des Filmbüro NW
|
Ein Dorf in Europa (2007) Un Paese in Europa
Wie ein Mikrokosmos spiegelt das kleine Dorf im Norden Roms die Prozesse wider, die die Entwicklung und das Zusammenwachsen der Länder Europas kennzeichnen. In den 20er Jahren verließen viele Männer das Dorf, das bis zum 2. Weltkrieg nahezu von der Außenwelt abgeschlossen war, um in Amerika zu arbeiten. Nach dem Krieg kamen Menschen aus dem verarmten Süden Italiens in das Umland von Rom. In den 50er und 60er Jahren zog mit Rossellini, Totó und Sergio Leone die große Welt in Form des italienischen Films in das Dorf ein, dessen Bewohner als Statisten spielten. Heute lebt fast niemand mehr von der Landwirtschaft, die meisten arbeiten in Rom. Immer mehr Römer und Ausländer zieht es hingegen in das Dorf, der Pfarrer zählt inzwischen Menschen aus über 20 Nationen zur Gemeinde. Unter ihnen mehrere Hundert Menschen aus Osteuropa, die sich zumeist als Illegale auf dem grauen Arbeitsmarkt durchzuschlagen versuchen.
Dokumentarfilm 90 Min.
|
|
|
|
"Lebensunwert" (2005) Paul Brune hat nie aus Scham geschwiegen. Als einer der ganz Wenigen von Hunderttausenden, die nach den faschistischen Erbgesundheitsgesetzen als erbuntauglich und minderwertig eingestuft wurden, hat er um seine Rehabilitation auch öffentlich gekämpft. Mit seiner Geschichte erzählen wir ein dunkles Kapitel deutscher Psychatrie, das 1945 nicht beendet war.
Dokumentarfilm 45 Min., WDR,
4. Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte 2005,
1. International Filmfestival Documentary & Disability Athen 2007
|
|
|
|
Die Provinz, die Revolte und das Leben danach (2004) Die Rebellen von Münster
1974 ziehen 40 junge Leute in ein ehemaliges Hotel, um sich den Traum “gemeinsam leben und politisch arbeiten” zu erfüllen. Einer von ihnen macht sich 30 Jahre später auf die Suche nach seinen ehemaligen Weggefährten. Was ist aus dem gemeinsamen Traum geworden?
Dokumentarfilm 75 Min., Kinofassung
Dokumentarfilm 60 Min., WDR,
21. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest 2004
|
|
|
|
Weißes Gold (2001) Das Salz der Wüste
Eine dokumentarische Filmreise durch den Norden Chiles auf den Spuren der Vorfahren des Autors, die als Hamburger Kaufleute und Reeder ihren Reichtum mit Salpeter erwarben.
Filmessay 87 Min., Kinofassung (VG Verleih der Filmemacher),
Filmessay 60 Min., ARTE,
Festival Internacional del Nuevo Cine Latinoamericano Havanna 2001,
Chicago Latino Film Festival 2002,
International Documentary Film Festival Istanbul 2003
|
|
|
|
"Europa war so nah" (2000) Novi Sad im Jahr nach den Nato-Bomben
Was bedeutet es, ein erklärter Gegner des Milosevic-Regimes zu sein und gleichzeitig von Europa als "serbischer Schurke" behandelt zu werden? Ein Film über Menschen in Novi Sad, die sich zwischen allen Fronten fühlen und den eigenen Oppositionsparteien nicht mehr trauen können.
Dokumentarfilm 45 Min., WDR
|
|
|
|
Adiós General (1999) Der Film zeigt ein aktuelles Bild Chiles und erzählt die Geschichte von fünf Überlebenden der persönlichen Eskorte Salvador Allendes.
Dokumentarfilm 60 Min., WDR,
Festival Internacional del Nuevo Cine Latinoamericano Havanna1999,
Festival Internacional de Cine Valdivia / Chile 2001
|
|
|
|
Ich kam nach Palästina ... (1998) Ist ein dauerhafter Frieden zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn möglich? Wenn ja, - wie kann dieser Frieden aussehen? Neun ungewöhnliche Bürger des Staates Israel geben auf diese Fragen klarsichtige Antworten und sparen dabei nicht mit Kritik an ihrem eigenen Land, das sie einst als junge Pioniere der zionistischen Bewegung mit gegründet haben.
Dokumentarfilm 90 Min., BR und Kinofassung (VG Verleih der Filmemacher),
Internationales Dokumentarfilmfestival München 1999,
Flying Broom Womens‘ Film Festival Ankara 2003
|
|
|
|
Carta de Cuba (1992) Brief aus Kuba
Ein Film über die "Periodo Especial". Impressionen und Beobachtungen des kubanischen Alltags nach dem Zusammenbruch des Ostblocks.
Dokumentarfilm 42 Min. (3sat),
Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm 1992,
Kasseler Dokumentarfilm- und VideoFest 1992
|
|
|
|
Besetzter Traum (1991) Die Zeit zwischen Mauerfall und Anschluß an die alte Bundesrepublik: Was ist aus der Bürgerbewegung in Ostdeutschland geworden? Wo ist er geblieben, der kurze Traum von "mehr Demokratie wagen"?
Dokumentarfilm 73 Min., WDR,
Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm 1991
|
|
|
|
Intifada (1989) Auf dem Weg nach Palästina
Der erste große Aufstand der Palästinenser gegen die über 20jährige israelische Besatzung ihrer Heimat. Der Aufbau eigener zivilgesellschaftlicher Strukturen für den zukünftigen Staat Palästina.
Dokumentarfilm 54 Min.,
Festival di Popoli Florenz 1990,
Ankara Filmfestival 1990,
10. Filmfestival Damaskus 1997
|
|
|