Wo ist die Revolte?
Filmemachen in Nordrhein-Westfalen
Eine Filmreihe des
Filmbüro NW e.V.
im Filmclub 813
mit Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Köln
11. – 13. Dezember 2009
War das deutsche Kino früher mutiger als heute?
Was waren und sind die Ziele und Leidenschaften der Filmemacher, die ein lebendiges und spannendes deutsches Kino entstehen lassen?
Das Filmbüro NW zeigt drei frühe selten zu sehende Produktionen aus dem Filmland Nordrhein-Westfalen.
Diese werden in Beziehung gesetzt zu aktuellen Kurzfilmen junger Filme-macher.
Den Vorführungen folgt ein moderiertes Werkstattgespräch.
Es geht um die Freiheit beim Filmemachen und den Mut, neue Wege zu beschreiten.
Das Filmbüro NW freut sich auf spannende filmische Begegnungen.
Veranstaltungsort:
Kino 813 in der BRÜCKE
Hahnenstraße 6
50667 Köln
Eintritt: 4 Euro
--------------------------------------------------------------------
Freitag 11.12.2009 um 20.00 Uhr
„Theo gegen den Rest der Welt“
In Anwesenheit von Peter F. Bringmann
BRD 1979/1980, 105 Minuten, R: Peter F. Bringmann, B: Matthias Seelig
D: Marius Müller-Westernhagen, Guido Gagliardi, Claudia Dermamels
Der Truck-Fahrer Theo traut seinen Augen kaum, als er eines Tages von der Toilette einer Autobahnraststätte kommt und sein nagelneuer Lastwagen direkt vor seiner Nase davon fährt – geklaut! Leider war der 38-Tonner das einzige Kapital der Spedition, die Theo mit seinem italienischen Freund Enno gegründet hat. Aber so leicht gibt das vorlaute Stehaufmännchen Theo nicht auf.
Mit über drei Millionen Zuschauern ist „Theo“ einer der größten Überraschungs-erfolge des deutschen Kino der achtziger Jahre
„Ein Clown für die Krise“ (Hans-Christoph Blumenberg, Die Zeit)
Im Vorprogramm:
„Soltau“
D 2009, 23 Min., R: Peter Hümmeler,
Internationale Filmschule Köln,
Ausgezeichnet mit dem Publikumspreis beim Unlimited Festival 2009
------------------------------------------------------------------------
Samstag 12.12.2009 um 18.00 Uhr
„Fünf Flaschen für Angelika“
In Anwesenheit von Uwe Franke
BRD 1980, 84 Minuten, R: Frank Döhmann, Werner Possardt, B: Claudia Nolte, Ernst Richard Köper D: Detlef Redinger, Claudia Nolte, Hans Beerhenke
Vier Männern und einer Frau fällt ein Drehbuch für einen Krimi in die Hände. Sie beschließen das Ding zu drehen, das in diesem Buch beschrieben ist:
Kidnapping. Sie wollen Angelika entführen, das Kind zahlungskräftiger Eltern. Doch die Amateurgangster lassen keinen Fehler aus, den man machen kann.
„Zu einer Zeit, da der deutsche Film noch ein Synonym für Autorenfilm war gründete Werner Possardt mit Frank Döhmann 1979 in Essen die Dr. Muschnik Filmproduktion. Die beiden produzierten mit "Fünf Flaschen für Angelika", "Strommberg - die letzte Nacht" und "Xaver" drei fröhliche Kinofilme, bei denen sie auch selbst Regie führten. Ihr Vorbild war US-Regisseur Roger Corman.“ (TAZ)
Im Vorprogramm:
„Graffito“
D 2009, 14 Min., R: Rami Hamze,
Kunsthochschule für Medien Köln
------------------------------------------------------------------------
Sonntag 13.12.2009 um 17.00 Uhr
„Terror 2000 – Intensivstation Deutschland“
In Anwesenheit von Joachim von Mengershausen
BRD 1992, 79 Minuten R: Christoph Schlingensief, B: Oskar Röhler, Christoph Schlingensief, Uli Hanisch D: Peter Kern, Margit Carstensen, Udo Kier, Dietrich Kuhlbrodt
Der Film zeigt in Anlehnung an das Gladbecker Geiseldrama zwei Verbrecher auf der Flucht. Verfolgt von der Polizei und umringt von der Presse quälen sie in einer ostdeutschen Kleinstadt Asylanten. Aus den Geschehnissen versuchen nicht nur westdeutsche Neo-Nazis, sondern auch Lokalpolitiker Vorteile zu ziehen. Mit "Terror 2000" beschließt Christoph Schlingensief seine Deutschlandtrilogie, zu der außerdem "Das deutsche Kettensägenmassaker" und "100 Jahre Adolf Hitler" gehören.
Im Vorprogramm:
Kurzfilm nach Ansage.