Filmbüro feierte 30jähriges Bestehen
In seiner Rede während des Empfangs des Filmbüro NW auf der Berlinale vor über 300 Filmschaffenden forderte Filmbüro-Vorsitzender Stephan Brüggenthies eine Erhöhung der Mittel für die Kulturelle Filmförderung. „Nur der Film ging bei der allgemeinen Erhöhung der NRW-Kulturförderung leer aus“, stellte er kritisch fest, „Dabei ist der Film das Leitmedium der letzten 100 Jahre“. Immerhin besteht eine offenbar noch bessere Situation als in anderen Bundesländern – Brüggenthies dankte der Landesregierung grundsätzlich für den Erhalt der Kulturellen Filmförderung in der Filmstiftung, dem Nährboden einer reichhaltigen und jungen Produzenten- und Filmemacherlandschaft: „Es ist essentiell, dass auch Filme entstehen können, die nicht von vornherein von einem Fernsehsender oder einem Verleiher für gut befunden wurden.“ Erfolgreich – bis hin zum Oscar gelangten Filme, die im 30. Jubiläumsjahr von unabhängigen Filmbüro-Gremien für verhältnismäßig wenig Geld gefördert wurden.
Unter großem Applaus der Anwesenden resümierte Brüggenthies: „Die volkswirtschaftlichen Kosten von einem Zuwenig an Kultur sind zu hoch, als dass wir uns das leisten können.“ Unter den Gästen waren Michael Schmid-Ospach, Rainer Weiland (Staatskanzlei NRW), Heinrich Schafmeister, Erica von Moeller, Hajo Gies, Piet Fuchs, Adele Seelmann-Eggebert und viel andere Film- und Fernsehprominenz. Der Empfang wurde, wie in den Vorjahren, allein durch Sponsorengelder finanziert.